<<< Siehe auch "Tips für Wintercamping"

Winterreisen nach Lappland und zum Nordkapp

Ungemütliches Wetter mit orkanartigen Stürmen an der Küste

.

Übernachtungsmöglichkeiten auf gräumten Parkplätzen, die aber leider im Winter selten zu finden sind - warum sollen sie auch einen Parkplatz räumen, wenn niemand parkt - außer ein verrückter Deutscher ;-) Vorne das 850W Notstromaggregat und im Hintergrund mein damaliger Liebling "Cäsar".

.

.

Mit Spikesreifen und bei -30 Grad fährt Mutti mit dem Fahrrad auf der Hauptstraße in Ivalo (Finnisch Lappland) zum Einkaufen. Am gleichen Tag sahen wir ein kleines Kind genüßlich sein Eis lutschen.

.

.

Orakanartike Stürme peitschen über die Straße - ohne Spikesreifen geht hier nichts.

.

.

Weihnachten 1999 in der Wildnis Lapplands - 69°41`01",07 N - 22°04`39",6 O

.

.

Bis über die Achsen im Schnee, da helfen auch keine Schneeketten mehr - Schaufeln ist angesagt.

.

.

Hallo Camping und Outdoorfreaks,

nach dem wir aus Neugierde über die Polarnacht und etwas Abendteuerlust zum ersten Mal 94 / 95 im Winter nach Lappland und weiter zum Nordkap gefahren sind, hat uns diese Reise so beeindruckt, so dass wir sie mit dem gleichen Fahrzeug aber verbesserter Isolierung und Ausstattung zur Jahrtausendwende wiederholten.

Im Winter 2005 / 2006 wollten wir mit unserem neuen Allradfahrzeug, das speziell für extreme Temperaturen ausgestattet war, den lang angesparten Urlaub wieder im hohen Norden verbringen. Leider zwang uns 2 Wochen vor Abfahrt ein Krebsleiden unseres Hundes die Reise nicht anzutreten.

Ich beantworte hier öffentlich ein paar Fragen, die Helmut an mich gestellt hat. Er war auch  zweimal im Winter in Lappland bei - 38 Grad Celsius.

Kfz und Ausrüstung.

H> Mit welchem Wohnmobil warst Du unterwegs?

Mein Wohnmobil ist ein FFB MC6, ein relativ seltenes Modell, Bj. 81,105 000 km, 5,5 m. 2,8 t. Vollintegriert Basis; DB 206 mit einem 2,3l.  Benzinmotor bei einem Verbrauch von unter 15 l. Normalbenzin.

H> Extra oder zusätzliche Isolierung ?

Ich habe die Staufächer, Küchenkästen usw. entweder mit Styroporoder  Bläschenfolie (erhältlich in Baumärkten) am Boden und an der Außenwand  isoliert. Die Fenster wurden von innen mit den obligatorischen  Isoliermatten behängt - im Wohnbereich auch während der Fahrt. Da hatte  ich allerdings ein Problem: Die Isoliermatten werden mit Saugnäpfen von  Innen an den Fenstern angebracht. Da sich aber am Fensterinnern Reif oder  Eis bildetet, haften die Saugnäpfe nicht gut und die Isoliermatten vielen  z.T. wieder herunter. Wollte ich die Scheibe von Eis reinigen, war sie auf  der einen Seite schon wieder zugefroren, während ich auf der anderen Seite noch nicht mit dem enteisen fertig war Am Boden hatten wir noch so  Camping - Isoliermatten (gabs mal auch bei ALDI für 7,95 DM, ansonsten in  Sportgeschäften erheblich teurer) ausgelegt - hat sich als sehr sinnvoll  erwiesen um keine kalten Füße zu bekommen. Als sehr nützlich erwiesen  sich ein Isoliervorhang zwischen dem Wohnbereich und dem Fahrerhaus, sowie  eine Isoliermatte vor der Eingangstüre zum Wohnbereich.

H> Warst Du nur in Norwegen unterwegs (an der Küste ist es ja relativ  warm) oder auch im Binnenland oder in Schweden ?

Meine Route: Dänemark - Hälsinborg - Stockholm - Turku - Oulo (durchdas  Landesinnere) - Kemi - Rovaniemi - Inari - Karasjok - Lakselv - Nordkapp -  Hammerfest - Alta - Skibotn (E6, dann Richtung Finnland auf E8) - Muiio -  Kittilä - Kolari (Schweden) - Gällivare - Jokkmokk - (Weiter durch   Zentralschweden) Arvidsjauer - Vilhelmina - Dorotea - Strömsund -  Östersund - Mora - Jönkoepping (Autobahn E4) - Hälinborg - Dänemark -  München.

H> Von wann bis wann warst Du unterwegs?

16.12.1994 - 27.01.1995    9306 km.

H> Wie viel Gas hast Du zum Heizen verbraucht? Hattest Du eine  Zusatzheizung ?

Heizen, das große Problem. Also die Motorheizung reicht während der Fahrt bei weitem nicht aus. Weder bei meinem WoMo, noch bei Helmut seinem,  (ein integrierter Hymer mit 5 Zyl. Dieselmotor). Mein Camper hat die normale Gasheizung von Truma, die Trumatic S 3002 K.  Zusätzlich habe ich mir eine Eberspächer Standheizung D5L mit großem  Bastelaufwand eingebaut. Außerdem habe ich mir noch einen normalen  Elektrostrahler mitgenommen.

Das mit dem Heizen ist eine längere Geschichte, ich will sie aber  trotzdem schreiben, da davon sehr viel abhängt. Da ich keinen Platz für Ersatzflaschen habe und außerdem hoffnungslos  überladen war, fuhr ich von München ohne jegliche Gasflasche!!! an Bord  los. Wir kochten auf 2 Trangia Spirituskocher und heizten mit der  Standheizung, die aber in der Nacht sehr laut ist. Erst in Finnland  besorgte ich mir 2 x 11 L. Gasflaschen, die  ich über einen mitgebrachten  Adapter anschoss. Gas in Finnland gibt es an fast jeder Tankstelle. Leider  haben die Finnen mehrere Gasanschlüsse, so dass man darauf achten muss  die "richtige" Flasche für den Adapter zu bekommen. Der Schock war  groß, als wir in Hammerfest die Flaschen umtauschen wollten. Die Norweger  haben ein gänzlich anderes System, auf das kein Adapter passt!!!. In Hammerfest gibt es aber eine Füllstation, die ausländische Flaschen (auch deutsche) füllt. Hier ließ ich die finnischen Flaschen erst mal  auffüllen. Dann kaufte ich mir einen norwegischen Industrie-Druckregler,  bei dem man den Druck einstellen kann. Achtung: die normalen Haushalts-  und Campingdruckregler funktionieren nicht, da sie einen Druck von 30 mBar  liefern, die Gassysteme im Wohnmobil aber einen Druck von 50 mBar  benötigen. Wieder in Finnland tauschte ich die Flaschen gegen die  Flaschen mit dem "nordischen System" das ich in Finnland, Schweden und Norwegen gesehen habe. Dann schloss ich den norwegischen regelbaren  Druckregler an das Wohnmobil-Gassystem an. Dass dies nicht ungefährlich  ist, brauche ich nicht zu erklären und sollte nur von jemand durchgeführt  werden, der sich wirklich 100% mit dem Gas auskennt. In Schweden gibt es  auch 2 Gassysteme. Eines davon ist das "nordische System" für das es keinen Adapter gibt. Für das andere schwedische Gassystem gibt es in Schweden einen Adapter zu kaufen, der die schwedischen Gasflaschen an die  deutschen Regler anbindet. Evtl. gibt es diese Adapter auch in  Deutschland, ich habe ihn hier aber noch nicht gefunden. Auch in Schweden  gibt es das Gas an den Tankstellen. Wie viel Gasflaschen ich gebrauche habe, habe ich leider nicht aufgeschrieben. Während der Fahrt heizte ich  mit der Standheizung, in der Nacht aber ausschließlich mit der  Gasheizung. Da schaffte ich noch mollige 21 Grad, bei -32 Grad  Außentemperatur. Leider war die Temperaturverteilung im Wagen total  ungleichmäßig. So kam es vor, dass ich es in der Sitzecke schön warm  hatte, während im Fahrerraum die Getränke einfroren. Für den Motor baute ich mir eine Motorvorwärmung ein, die es für  ziemlich alle Fahrzeuge gibt. Dies ist eine Art Tauchsieder, der das  Motorwasser aufwärmt. Dies ist sehr empfehlenswert, haben die  Einheimischen auch. Beim Helmut sprang sein Diesel bei Minus 38 Grad nicht  mehr an. Der Service wärmte dann mit offener Flamme die Ölwanne auf !!!!  Daraufhin startete der Motor einwandfrei. Um meinen Motorvorwärmer auch "in der Wildnis" benutzen zu können (220  V), habe ich mir ein kleines Notstromaggregat mitgenommen, dass unter der  Fahrt zum Leidwesen meiner Frau im Wohnbereich herumgestanden ist. Ich hatte Spikereifen dabei. Diese habe ich in Österreich gekauft, wo  sie ja noch zugelassen sind. Während der Anfahrt bis Schweden lagen sie  im Wohnbereich herum und mussten beim Übernachten immer herausgezerrt werden :-(  In Schweden - Jönköping - habe ich dann bei einem  Reifenhändler die Reifen wechseln lassen und meine Sommerreifen bis zur  Rückreise dort deponiert. Nützlich wären höhergesetzte Zusatzscheinwerfer (hatte ich leider  nicht, benutzen aber viele Finnen). Die normalen Scheinwerfer beleuchten  nur die Strasse, bis zu dem aufgeschobenen Schneewall am Straßenrand. Was  sich außerhalb des Schneewalls am Waldrand abspielt, liegt dann im  Schatten der Scheinwerfer. So erkennt man spät, oft zu spät, die   überall herumlaufende Rentiere. Ich musste einige Notbremsungen machen,  weil ich die Tiere zu spät entdeckt hatte. Auf der Schnee - oder  Eisbedeckten Fahrbahn gibt es öfter größere, gefrorene Blutlachen, die  von überfahrenen Rentieren stammen :-(

Meinen Abwassertank konnte ich nicht benutzen, der liegt bei meinem Wagen im  Freien. Das Abspülwasser haben wir auf Campingplätzen oder auf  öffentliche Toiletten entsorgt. In die Natur haben wir nie etwas  geschüttet.

Das Frischwasser funktioniert einwandfrei. Ich habe allerdings den im Außenbereich liegenden Warmwasserboiler abgeklemmt. Nachdem mir zum X-ten mal der Frischwasserverschluss und der Tankdeckel  eingefroren waren, habe ich den Tank nicht mehr zugesperrt und im  Frischwasserdeckel den Schlüssel einfach stecken lassen. Schneeketten hatte ich dabei, habe ich aber nicht benötigt. Gute  Winterreifen sind aber ein absolutes muss. Sommerreifen sind nicht  geeignet.

 

Hier gehts zur Eismehrflotte......

 

Land und Leute.

Diese Reise machten wir zu dritt, meine Frau, mein Hund (Bobtail) und ich.  Ich bin ein alter Bastler und hatte sehr viel Werkzeug dabei, das ich bei  meinem WoMo auch öfter brauchte.

In Südfinnland hat es zu Weihnachten den letzten Schnee weggetaut. Wir  waren sehr traurig, dass es geregnet hatte da wir doch schönen, fest  gefrorenen Schnee erwartet haben. Es war eine recht trostlose Stimmung, so dass wir schnellstmöglich gegen  Norden weiterfuhren. Nach zwei Tagen Fahrt, schneite es ununterbrochen,  doch die Finnen haben sehr schwere, große Schneeräumer und die Strassen  sind relativ gut zu befahren. Alle Finnen - auch die LKWs - habe Spikereifen drauf und fahren wie  Teufel. Ich bin in Bayern sicher nicht der langsamste Fahrer und auch  Schnee gewöhnt, doch in Finnland wurde ich laufend überholt, obwohl ich  oft Grenzwerte gefahren bin. Die LKWs fahren bei Matsch und Eis so ca. 100  km/h. Die bleistiftstarken Spikes bohren sich in die Eisdecke und geben so  Halt.

Nun hatten wir den langersehnten Schnee, so ca. 30 - 40 cm. Einige  Campingplätze hatten noch offen. Wir waren aber oft die einzigen Gäste  mit einem WoMo. Die anderen Gäste übernachteten in schönen Holzhütten,  mit z.T. integrierter Sauna. Wichtig war für uns eigentlich der  Stromanschluss, Frischwasser und die Abwasserbeseitigung. Nach einigen Tagen erreichten wir Kemi, die Temperatur fiel inzwischen auf  Minus 22 Grad Celsius. Kemi liegt an der Nordspitze der Ostsee. Die Ostsee  ist über weite Teile zugefroren. Man kann da mit dem Auto über die  Ostsee fahren. Viele Motorschlitten fahren da herum und einige Elche  spazieren über das Eis.

Hier kann man auch mit einem Eisbrecher mitfahren. Es ist wirklich ein  ganz besonderes Erlebnis, wenn die Sampo mit Anlauf auf das Eis fährt und  mit Ihrem Gewicht das Eis durchbricht. Da kracht und knirscht es im ganzen  Schiff, aber die 5 cm. dicken Stahlwände halten den Druck schon aus.  Übrigens fand ich diese Woche im Internet zwei Bilder von dem Schiff.  Ich filmte vom Deck die aufbrechenden Eisplatten, doch wurde es, trotz  extremer Kleidung nach einiger Zeit unangenehm kalt. Nicht die Kälte war  so schlimm, sondern der starke Wind, der durch den Fahrtwind noch  verstärkt war.

Unsere Kleidung hatten wir nach dem Zwiebelprinzip ausgewählt. Eine gute  Goretex - Joppe, darunter eine feste Unterziehdaunenjacke, darunter einen  Pullover, darunter ein so genantes "Funktionsunterhemd" das den Schweiß  gleich nach außen weiterleiten soll. Unter der Goretex - Latzhose hatte  ich noch zwei weitere Hosen. Meine Kanadischen Sorrell Stiefel halten so  bis minus 50 Grad warm. Man sollte sie auf alle Fälle anprobieren und  einige Nummern größer kaufen als normale Schuhe. Dies sind Erfahrungen  von professionellen Hundeschlittenfahrer, die mehrere Stunden auf dem  Schlitten bei extremer Kälte ausharren.

Wir fuhren weiter Richtung Rovaniemi, die Hauptstadt von Finnisch -  Lappland. Bald waren wir alleine auf der Strasse. Die Temperatur sank  unter Minus 30 Grad und der Motor lief nicht mehr einwandfrei. Mein alter  Benziner hat noch einen Choke. Den musste ich nun auch während der Fahrt  ziehen, damit der Motor noch rund lauft. Die Seitenscheiben sind nun mit  Eis bedeckt und ich kann nicht mehr in die Außenspiegel schauen. In  dieser Gegend sind Minus 40 Grad keine Seltenheit und Minus 50 Grad kann  schon mal vorkommen. Auf der Frontscheibe kann ich nur noch einen kleinen  Teil eisfrei halten. Da habe ich mir einen elektrischen 12 V. 300 W.  Heizstrahler von Conrad Elektronik eingebaut. Der bläst, zusammen mit der  Heizungsluft einen kleinen Teil der Windschutzscheibe frei. Versuche mit  dem Eiskratzer oder den chemischen Auftauhilfen schlugen fehl. Nach  wenigen Minuten war wieder alles zu.

Die Strassen sind gut zu befahren. Sie sind schneefrei, doch total  vereist. Die Finnen rauen doch das Eis auf und schaben oder fräsen  Längsrillen ein. Dies, zusammen mit meinen Spikereifen gab recht  ordentlich Halt.

Wir fahren durch unendliche Wälder, die Abstände zwischen den Tankstellen  wird schon etwas größer, doch es gibt keine Probleme mit der  Benzinversorgung.

Durch Rovaniemi geht der Polarkreis. Nördlich davon steigt die Sonne im  Winter nicht mehr über den Horizont. In Rovaniemi sind dies nur ein paar  Tage, am Nordkap etliche Wochen. Am Polarkreis trifft sich auf einmal  wieder die ganze Welt. Es werden die Touristen mit Bussen angekarrt, die  machen ein paar Bilder, kaufen überteuerte Souvenirs und werden wieder  abtransportiert. Ich musste mich zwischen zwei Japanerinnen fotografieren  lassen. Anscheinend hielten sie meinen Bobtail mit seinem dicken  Winterpelz für einen einheimischen Hund. Zwischen den Souvenierläden  gibt es die Santa Clause Village, da können alle Kinder der ganzen Welt  ein Brief an Santa Clause schreiben und bekommen eine Antwort. Es ist ein  riesiger Touristenrummel. Wir übernachteten am Parkplatz und benutzten  die öffentliche Stromsteckdose, die überall aufgestellt waren. Nur für  den Strom (eine Nacht) mussten wir 20 DM löhnen :-(.

Beim Tanken gegenüber bekam ich die ersten Erfrierungen an den Händen.  Ich tankte bei Minus 30 Grad ohne Handschuhe, da diese so unhandlich waren. Der Aluminiumgriff der Zapfpistole war zwar sehr kalt, doch ich  dachte die paar Minuten zum Tanken würden nichts ausmachen. Nachher merkte  ich, dass die Finger innen ganz blau wurden und etwas anschwollen. Schlimm  war es allerdings nicht.

Bevor ich nun weiterfuhr, deckte ich die Lüftungsschlitze des  Kühlergrills zu. Dies machte sich bei meinem Fahrzeug erheblich  bemerkbar. Die Öltemperatur ging nun wieder auf normale Werte rauf. Die Temperatur fiel nun auf Minus 33 Grad, wir fuhren nun weiter nach  Ivalo und zum Inarisee. Die Versorgung mit Lebensmittel war absolut super.  In den Städten gab es große Supermärkte mit sehr großen Angeboten. Da  kauften wir z.B. mitten im Winter ganz frischen Rosenkohl, Mandarinen,  Gurken usw. Mit so einer großen Auswahl an frischen Obst und Gemüse  hätten wir nicht gerechnet.

Den Einheimischen scheint die Kälte nichts auszumachen. Da sah ich in  Ivalo eine Mutti mit dem Fahrrad fahren (siehe Bild oben). Die Fahrradreifen gibt es dort aber auch mit Spikes.

Einige Leute in Finnland waren nicht besonders freundlich zu uns. Waren wir nicht willkommen oder waren die nur schlecht gelaunt ??? Anderseits haben wur auch in Finnland unendlich nette und liebenswürdige Leute getroffen - der Unterschied war für uns doch sehr groß. In Schweden wurden wir sehr oft mit einem  freundlichen hey, hey begrüßt und auch die Norweger waren sehr nett.

Ab Ivalo gibt es keine offenen Campingplätze mehr. Wir übernachteten oft  auf Parkplätzen. Dort waren wir meist ganz alleine. Die Sonne ging nun  erst um ca. 10.00 Uhr auf und schon um 14.00 Uhr unter. Der Sonnenauf -  und untergang war fantastisch und jeden Tag ein neues Erlebnis. Wir waren  durch die lange Nacht ständig müde und 12 Std. Schlaf waren keine  Seltenheit, zuhause schaffe ich das nicht.

Die Bäume wurden immer weniger, bis nur noch vereinzelt Sträucher  herumstanden. In Norwegen wurde es etwas bergiger und je mehr wir dem  Nordkapp kamen, umso wärmer ist es geworden. Da macht sich der Golfstrom  bemerkbar, der die Wärme bis zum Nordkap transportiert. Die Strasse zum Nordkap war total vereist und nicht aufgeraut, so dass ich  nur noch ca. 30 - 40 km/h fahren konnte. Es kam ein Sturm auf, der so  stark war, dass er mich, (zu Fuß) über die vereiste Strasse trieb. Erst  am Straßenrand bekam ich wieder Halt. Bis ganz zum Nordkap bin ich nicht  gekommen, da waren die letzten paar km gesperrt. Das Nordkap liegt auf  einer kleinen vorgelagerten Insel, die nur mit einer Fähre erreicht  werden konnte. Erstens hatte ich keine Lust, bei dem Sturm mit einer  Fähre zu fahren um dann nach ca. 20 km die Fahrt dann doch abzubrechen,  weil die Strasse dann gesperrt ist.

Zurück fuhren wir denn über Mittelschweden. Dort wollten wir noch ein  paar Tage bleiben, doch wurde es immer wärmer, bis uns in Südschweden  ein ekliges Tauwetter erwartete. Die Strassen waren total voll mit  Schneematsch und wir fuhren dann auf dem nächsten Wegen nach Hause.